Projekte Strassenkinder
Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, 02. Januar 2007 um 00:00

In Nairobi nennt man sie Chokora, das bedeutet Abfall. Infolge ihres verwahrlosten Aussehens werden sie von der Gesellschaft gemieden.Der Traum der Straßenkinder ist es, akzeptiert zu werden, geliebt und gewollt zu sein und ein lebenswertes Leben zu führen.Die Strasse ist meist ihr Wohnort und Arbeitsplatz zugleich. Ihr Tag beginnt und endet mit der Frage, wo sie das nächste Mal etwas zu Essen bekommen werden.

Zu ihren permanenten Begleitern gehören sexueller Missbrauch und Gewalt durch Polizei, PassantInnen oder den aufgebrachten Mob. Drogenmissbrauch, vor allem das Schnüffeln von Klebstoff ist ein Mittel gegen Depressionen, Hunger und Kälte. Die Schüchternheit beim (aktiven) Betteln wird damit unterdrückt und ein gewisser Hangover (Zustand des High-Seins) ist für Überfälle oder Raub erforderlich.

Es gibt keine medizinische Versorgung, daher sind chronische Lungenleiden, Hautkrankheiten, Messerschnitte von Straßenkämpfen, eiternde Wunden, Flöhe und Würmer (unter der Haut und im Analbereich) weit verbreitet.Diese Leiden sind noch harmlos verglichen mit den psychischen Auswirkungen. Traumata und Depressionen resultieren aus fehlender Geborgenheit und Liebe sowie einem Leben in Gewalt, Hunger und Angst.

Bildung bedeutet Akzeptanz und Überleben, daher ist der Wunsch unter den Straßenkindern groß, eine Schule zu besuchen.
 

Newsletter